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Zum Auftakt des Ausstellungsprogramms 2020 präsentiert die AKM – Arbeitsgemeinschaft Künstler am Mittelrhein Koblenz fünf Künstler aus der Eifel-, Hunsrück- und Moselregion.

Vom 18. Januar bis zum 16. Februar treffen die Werke von vier Gästen und einem AKM-Mitglied im Künstlerhaus Metternich am Koblenzer Münzplatz aufeinander und treten in einen spannungsreichen Dialog – fünf unterschiedliche künstlerische Positionen, fünf eigenwillige Handschriften, fünf Charaktere.

Werner Bitzigeio aus Winterspelt zeigt zentrierte Stahlplastiken. Seine bildhauerischen Arbeiten kommen ganz ohne inhaltliche Referenzen aus. Er rastert, verdichtet und addiert das in laufenden Metern messbare industriell vorgefertigte Material aus Formstahl und Draht zu Plastiken.

Klaus Maßem aus Schillingen zeigt Zeichnungen. Bei ihm bilden Linie und Fläche gegensätzliche Pole in der Zeichnung. Sie sind die Grundlage der Tuschzeichnungen, in denen unter anderem die Grenzen der Wahrnehmung und ihre Verschiebung im Kontext der Menschbetrachtung thematisiert werden. Auch bei den Handzeichnungen mit Licht, umgesetzt als Videoarbeiten, sind die Wahrnehmungsgrenzen Thema. Die immaterielle Lichtzeichnung wird nur durch die Fotografie existent, wesenhaft und wirklich.

Daniel Schieben aus Trier zeigt Ausschnitte seiner Fotografie-Serien „Haus im Meer“, „Weißenhof“ und „Sand“, die sich allesamt mit der Auflösung und Dekonstruktion von Architekturräumen beschäftigen. Mittels Mehrfach- und Langzeitbelichtungen werden Lichtreflexionen in Innenräumen übereinandergelegt und verbunden; bewusst wird das vorhandene Licht „überformt“ und der Architektur auferlegt. Mitunter finden sich um die 50 Fotografien in einer Arbeit wieder. Die wiederholten Überlagerungen der Mehrfachbelichtungen führen zur Verbindung von Sphären, aber auch zu einer Potenzierung, die Architektur in Natur verwandelt.

Werner Müller aus Zerf zeigt plastische Raumarbeiten aus Wellpappe, vielschichtig verleimt, geschnitten und zu übergroßen Objekten des alltäglichen Lebens geformt. Er thematisiert mit seinen Werken fundamentale Fragen bildnerischen Schaffens, wie das Entstehen von spannungsvollen Raumgefügen oder das Verhältnis von innen und außen.

Jürgen Waxweiler aus Traben-Trarbach (AKM-Mitglied) zeigt Steinskulpturen, die er in den vergangenen acht Jahren in Südafrika geschaffen hat – Köpfe aus Leopardenstein und eine Installation mit einhundert Biface-Skulpturen, faustkeilähnliche Objekte, die der Bildhauer ebenfalls aus Stein geformt hat. Parallel dazu präsentiert er seinen in Johannesburg entstanden Gedichtzyklus „Pieces of Joburg“ als Wandinstallation.

Bei der Vernissage führt der Kunsthistoriker Dr. Richard Hüttel in die Ausstellung ein.

Dr. Hüttel war von 1985-2004 Kustos der graphischen Sammlung der Universität Trier und von 2004-2011 stellvertretender Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig.
 


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