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Der neue Vorstand


Die Position der bildenden Kunst in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Es gibt neue Medien der Informationsbeschaffung und der Kommunikation, der Kunstvermittlung, der Kunstförderungen und der Vermarktung. So sind die Aufgaben für einen Künstlerverein z.T. sehr komplex und umfangreich geworden und für eine/n 1. Vorsitzende/n praktisch nicht mehr im Ehrenamt zu bewältigen. Wird der Ball von vielen in der Luft gehalten, können alle weiter dem Beruf als Künstler*in nachgehen.

Die AKM hat den Begriff Arbeitsgemeinschaft schon in ihrem Namen. So diskutieren wir seit 2019 die Themen, die den Verein und seine Rolle innerhalb der Kulturlandschaft der Stadt Koblenz betreffen, in einem erweiterten Vorstand aus +/- zehn gleichberechtigten Mitgliedern. Jedes Mitglied der AKM kann sich theoretisch an den Gesprächen beteiligen. Zur Zeit sind es neben V. Richard, K. Spieker, U. Westerfrölke auch Lena Feldmann, Juliane Gottwald, Sophia Pechau, Cornelia Rößler, Heike Schumacher, Lea Sprenger, Matthias Strugalla und Irmgard Weber. In zeitlich kurzen Abständen treffen wir uns in Videokonferenzen und gehen in den Dialog. Dadurch steht uns ein schier unerschöpflicher Ideenpool zur Verfügung. Alle Themen landen auf einem gemeinsamen Schreibtisch, alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Diese Art zu arbeiten ist zum einen sehr inspirierend und macht ungeheuer viel Spaß, zum anderen bietet sie größtmöglichen Konsens und Transparenz, was ein großes Kraftpotential freisetzt.

Das Haus Metternich in Koblenz ist ein wichtiger Begegnungsort für die freie Kunstszene und die Jugend(kultur)arbeit in Koblenz. Die Arbeit der AKM bestand in den vergangenen Jahren vorwiegend in der Ausrichtung von Ausstellungen der Werke von Vereinsmitgliedern sowie Gastkünstler*innen im Künstlerhaus Metternich als Stammsitz.

Als Künstlerverein sind wir zunehmend in dem Dilemma, dass wir zwar Kunstausstellungen ausrichten, aber viele Zeitgenossen die Sprache der Kunst scheinbar nicht mehr verstehen und wertschätzen.
Digitale Medien haben in den letzten Jahren immer mehr Raum eingenommen. Das ist in vielen Bereichen sicherlich eine Hilfe und Bereicherung. Das Kunsterlebnis ist allerdings eine sinnliche Erfahrung, die in der Gefühlswelt des jeweiligen Kunstrezipienten, im direkten Kontakt mit dem Werk entsteht. Unsere Sinnesorgane sind die fünf Fenster zur Welt. Mit allem, was wir als Mensch tun oder denken, beeinflussen wir die Sensibilität dieser Sinnesorgane und sogar die materielle Struktur unseres Gehirnes. Da es im menschlichen Gehirn, als Verarbeitungszentrale der Sinneseindrücke, keine feste Konfiguration gibt, scheint es uns als Künstlerverein unvermeidlich, uns verstärkt dem Thema der Wahrnehmung zu widmen. Werden die Fähigkeiten der fünf möglichen Sinnesorgane nicht oder nur gering ausgebildet, werden wir, als Mensch, verschiedene Aspekte der Welt weniger oder vielleicht sogar gar nicht mehr wahrnehmen können.

Während der beiden rückliegenden Lockdowns in 2020 und 2021 wurde in der Presse auffallend oft der Verlust von Kultur in ihrer Funktion von Unterhaltung beklagt - in manchen Artikeln wurde sogar aufgefordert, Kunst zu erwerben, um die Wohnungen zu verschönern. Man kann Kunst nicht auf Dekoration und Unterhaltung reduzieren. Diese Aspekte gehen am hauptsächlichen Wert von Kunst für eine Gesellschaft und für das Individuum vorbei und machen das verbreitete Unverständnis deutlich.

Die Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen des persönlichen und urbanen Lebens in dem zurückliegenden Jahr machen signifikante gesellschaftliche Veränderungen sichtbar. Es wird nicht ausreichen, den Zustand vor der Pandemie anzustreben. Es geht um eine nachhaltige Wiederbelebung des kulturellen Lebens und Miteinander. Kunst muss erlebt werden und hat die Möglichkeit Strukturen zu beleuchten und neu auszurichten. Im Zusammenwirken und in einem offenen prozessorientierten Diskurs wollen wir soziale, kulturelle und musische MöglichkeitsRäume des Dialogs im Haus Metternich und außerhalb platzieren. Wir müssen das urbane Leben und demokratische partizipative Diskurse stärken, welche über den Ausnahmezustand hinaus wirken können.

Bestehende Kooperationen, wie mit dem Mittelrhein Museum und der damit verbundenen Ausstellung des AKM Preises, sowie mit der Ökumene Koblenz und der GDKE werden dankend übernommen. Bewährte Ausstellungsformate (Aschermittwoch der Künstler / Ein Teil des Ganzen, form+farbe, Museumsnacht Koblenz und Ausstellungen in der Festungskirche/Herz-Jesu-Kirche) werden durch die Einführung von Salons und eine verstärkte spartenübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstitutionen, wie der Jugendbegegnungsstätte JBS im Haus Metternich, dem Theater sowie anderen Kunstvereinen usw. erweitert.

Wir erhoffen uns durch die Fokussierung auf die Themen um die menschliche Wahrnehmung und die weitere Öffnung, insbesondere zu Jugendbildungseinrichtungen
1. ein reiches und nachhaltiges Kunsterlebnis zu fördern, welches auch die Voraussetzung einer angemessenen Wertschätzung künstlerischer Arbeit ist und
2. die junge Generation mit ihren Fragen und Belangen einzubinden. Diese Altersgruppe ist derzeit nur rar unter den Ausstellungsbesuchern und Mitgliedern des Vereins vertreten.

In unserer Planung sind also Veranstaltungen, Vorträge, Workshops zu Themen wie Die Funktionsweise des menschlichen Gehirnes, Das sogenannte Bauchgefühl, Zeitwahrnehmung, Raum und Bewegung im Raum, Das Schmecken, Der Klang und vieles mehr.

Auf gute Zusammenarbeit und mit herzlichen Grüßen!

Violetta Richard _ info@violetta-richard.de, mobil 0176 6105 4139
Kyra Spieker _ kyraspieker@t-online.de, mobil 0176 3638 7396
Uli Westerfrölke _ info@westerfroelke.de, mobil 0151 2028 5947



uli.westerfroelke@t-online.de,info@violetta-richard.de,kyraspieker@t-online.de uli.westerfroelke@t-online.de,info@violetta-richard.de,kyraspieker@t-online.de




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