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AUSSTELLUNG ECK 04. – 26. September 2021

Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung und Interpretation
verschiedenster Realitäten und Wertesysteme steht im Mittelpunkt der Ausstellung Eck. Sie ist
Zusammenschau der künstlerischen Positionen von zwölf Künstlerinnen mit Beziehung zu
Rheinland-Pfalz.

Das Eck als ein Winkel, der Seiten miteinander verbindet und gleichzeitig den Punkt meint, ist
Zusammenfassung und Ausgangspunkt für das gemeinsame Ausstellungsprojekt Eck.
In Eck geht es um die Gegenüberstellung der individuellen und autarken Ausgestaltungen der
einzelnen Blickwinkel auf gesellschaftliche Themen unserer Zeit. Dazu gehört die Untersuchung
aktueller Seins-Momente oder das Brechen von etablierten Wertvorstellungen oder das Hinterfragen
von Gegebenem. Es geht auch um das vorsichtige Aufspüren von Leerstellen, darum,
Assoziationsräume zu öffnen, inhaltliche oder formale Verbindungen sichtbar zu machen,
Verschiebungen herbei zu führen. Durch die künstlerischen Prozesse arbeiten die Künstlerinnen
verschiedene Knotenpunkte innerhalb unserer aktuellen Wirklichkeit heraus, indem sie anecken oder
auch um’s Eck denken. Die aktuell brennenden Fragen gerade in Zeiten von Covid-19
zukunftsorientiert zu diskutieren und in die Gesellschaft zu kommunizieren, ist dabei von
besonderer Bedeutung.

Zu unserer aktuellen Wirklichkeit gehört auch der Ausstellungsort Koblenz. Hier fließen Rhein und Mosel
zusammen und dann gemeinsam gen Norden. Hier bilden Rhein und Mosel das Deutsche Eck, das
zwischen 1953 und 1990 als Mahnmal der Deutschen Einheit diente. Das Eck als Treffpunkt und
Zusammenfluss hat auch heute an Aktualität nichts eingebüßt: die Flüsse Europas stehen für die
Verbindung seiner verschiedenen Länder, aber auch für ihre Abgrenzung untereinander. Der Rhein
mündet letztlich über das Rhein-Maas-Delta in den Niederlanden in die Nordsee, über die eine
Verbindung in die Ferne entsteht. Das Fließen gen Norden - am Ende über verschiedene Mündungsarme
- steht damit auch für die verschiedenen Kollaborationen innerhalb des Ausstellungprojekts Eck sowie
für Öffnung und Interaktion mit der Welt.

Verbindung und Abgrenzung sind für die Ausstellung Eck auch auf einer anderen Ebene von großem
Interesse: Die Ausstellung reflektiert das Zusammenkommen der Künstlerinnen selbst. Alle zwölf
Künstlerinnen verbindet die Teilnahme an dem rheinlandpfälzischen Kunst-Mentoring-Programm, als
Mentee oder als Mentorin - oder auch in beiden Rollen - zum Teil zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Durch das Mentoringprogramm als fluides, sich jährlich selbst erneuerndes System gibt es inzwischen
einen dynamischen Prozess, der aufgrund von Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten der
beteiligten Künstlerinnen gespeist wird. Diese Gruppen-Dynamik realisiert sich kontinuierlich im
Kunstmentoring-Netzwerk.

Das Netzwerk zu erweitern und einen aktiven Austausch zu initiieren, indem die Ausstellung mit einem
Rahmenprogramm begleitet wird, ist den an Eck beteiligten Künstlerinnen ein zusätzliches Anliegen. Es
ist eine Möglichkeit zur Erweiterung von Strecke und Knotenpunkt zu einem vergrößerten Vieleck, das
durch ein Netzwerktreffen in den Ausstellungsräumen des Haus Metternich realisiert werden soll. Hier
bilden die Künstlerinnen des Netzwerks eine Einheit und sind zugleich einzelne Eckpunkte im Vieleck.
Darüber hinaus wird der Austausch vor Ort erweitert, indem jeweils eine der Künstlerinnen während
der offiziellen Öffnungszeiten den Dialog mit eingeladenen Gast-Künstler*innen, Kurator*innen,
Wissenschaftler*innen und interessierten Besucher*innen anbietet.

Die Idee ist es zur Finisage in den öffentlichen Dialog zu gehen mit den agierenden Künstlerinnen sowie
der Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich.
Die Ausstellung wird zur Koblenzer Museumsnacht 2021 eröffnet und ist für drei Wochen im
Haus Metternich zu sehen. Zur Museumsnacht werden Menschen aus allen Gesellschaftsschichten
erwartet, sodass ein Austausch mit vielen unterschiedlichen Rezipient*innen stattfindet und
Folgeprozesse künstlerischen Handelns angestoßen werden.

Zu Gast in der Museumsnacht ist das Zöllner-Roch-Duo (Eva Zöllner, Akkordeon und Heather Roche,
Klarinette)

Künstlerinnen
Die sechs Mentee der Runde 6 haben sich zur kollaborierenden Gruppe R6
zusammengeschlossen: Dorothea Gillert-Marien, Nathalia Grotenhuis, Masami Hirohata, Julia
Carolin Kothe, Rieke Köster, Sandra Trösch

DieAKMArbeitsgemeinschaftbildender Künstler am Mittelrhein e. V. ist ein freier Zusammenschluss von ca.
40 Künstler*innen, um gemeinsam auszustellen. An Eck beteiligte Künstlerinnen:

Lena Feldmann, Barbara Gröbl, Violetta Richard, Cornelia Rößler, Kyra Spieker
Gast-Künstler*innen der AKM: Maryam Aghaalikhani

Kunst-Mentoring
https://kunst-mentoring.de/tandem-archiv

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